Christa Kinshofer – eine der erfolgreichsten Ski-Alpin Skirennläuferinnen

 

Mit sieben Weltcup Siegen, Gewinn des Gesamt – Weltcups im Riesenslalom, mit fünf Riesenslalom Weltcup Siegen in Folge, einer Weltmeisterschaftsmedaille und dreifachem Medaillengewinn bei Olympischen Winterspielen ist Christa Kinshofer eine der erfolgreichsten Skirennläuferinnen der Welt.

 

Calgary 1988

 

Christa Kinshofer begann ihre alpine Skikarriere 1971. Sie besuchte das Ski Gymnasium in Berchtesgaden und errang in den folgenden Jahren mehrere deutsche Jugendmeistertitel. In der Saison 1976/1977 erwarb Christa Kinshofer ihre ersten Weltcup Punkte mit einem zehnten Platz im Slalom.

Von 1978 bis 1981 gewann sie insgesamt sieben Weltcup Rennen:

Dezember 1978              Val-d’Isère / FRA           Riesenslalom

Januar 1979                   Les Gets / FRA                  Riesenslalom

Februar 1979                 Berchtesgaden / DEU    Riesenslalom

März 1979                     Aspen / USA                        Riesenslalom

März 1979                     Heavenly Valley / USA    Riesenslalom

Januar 1981                   Crans Montana / SUI     Kombination

 

Weltcup

 

1979 wurde Christa Kinshofer zur Deutschlands Sportlerin des Jahres gewählt.

Bei den Olympischen Spielen in Lake Placid 1980 gewann Christa Kinshofer Silber im Slalom und wurde 5. im Riesenslalom.
Im gleichen Jahr errang sie die Silbermedaille im Slalom bei den Weltmeisterschaften in Lake Placid. In der Saison 1979 / 1980 wurde Christa Kinshofer zur Skisportlerin des Jahres gewählt.

 

Olympia 1980 Lake Placid

Die Allrounderin war an zweiter Position im Gesamtweltcup, doch ein schwerer Skiunfall, ein Trümmerbruch des rechten Knöchels, zwang sie zu einer elf-monatigen Pause.

Nachdem sie sich mit dem Deutschen Skiverband wegen Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Trainingsmethoden überwarf, musste sie den DSV verlassen. Ab diesem Moment startete sie für das holländische Skiteam. Wegen Aberkennung all ihrer FIS Weltranglisten Punkte musste sie mit der letzten Startnummer (Nr. 124) wieder neu beginnen.

Christa_Kinshofer_1980_Paraguay_stamp

Durch ihren starken Willen, ihren unermüdlichen Einsatz und ihre hohe Motivation hat Christa Kinshofer das von Allen für unmöglich Gehaltene geschafft:
Christa Kinshofers Comeback begann mit dem Gewinn der Internationalen Deutschen Meisterschaft, obwohl sie noch für die Niederlande startete. Der DSV holte die „Verlorene Tochter“ mit großer Anerkennung ihrer Leistungen zurück ins Deutsche Nationalteam.
Sie gewann den Weltcup Slalom in Piancavallo, und konnte sich in vier Disziplinen für die Olympischen Spiele in Calgary qualifizieren.

Dezember 1987              Piancavallo / ITA           Slalom

 

Bei den folgenden olympischen Winterspielen im kanadischen Calgary 1988 gewann sie abermals Silber im Riesenslalom und einen Tag später Bronze im Slalom. Sie wurde zur Skisportlerin des Jahres in der Saison 1987 / 1988 gewählt.

Kinsi1988

Die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin der olympischen Winterspiele von 1988 erhielt im selben Jahr das silberne Lorbeerblatt, die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in Deutschland.

Insgesamt konnte Christa Kinshofer 7 Weltcupsiege, 20 Weltcup Podiumssiege und  42 Top Ten Siege in ihrer Karriere erreichen. Eine Bandscheibenverletzung nach einem schweren Trainingssturz zwang sie 1988 zur Beendigung ihrer sportlichen Laufbahn als Profiskirennläuferin.

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